Gegen den kriselnden ASV Neumarkt sind die Klosterer klarer Favorit
Mit wettbewerbsübergreifend neun Spielen ohne Niederlage und zuletzt drei Siege in der Liga am Stück, scheint der SV Seligenporten im an diesem Freitag (18.30 Uhr) anstehenden Lokalderby gegen den unruhige Zeiten erlebenden ASV Neumarkt klar favorisiert.
So eindeutig diese Fakten auch klingen mögen, so entscheidend wird es für den SVS sein, mit welcher Einstellung der SVS in dieses Duell gegen den Nachbarn geht. „Wir sind nur stark, wenn sämtliche Spieler alles geben“, weiß SVS-Trainer Hendrik Baumgart um die elementare Wichtigkeit dieser Tugend.
Was passieren kann, wenn diese eben nicht mit aller Leidenschaft in die Waagschale geworfen wird, wurde jüngst bei Spiel gegen den ASV Vach deutlich, in dem die Klosterer nach der schnellen Führung die Zügel schleifen ließen und einen eigentlich fast schon am Boden liegenden Kontrahenten wiederbelebten. „Wir wollten aus einer gesicherten Defensive heraus weiter nach vorne spielen, sind dann aber in Passivität verfallen“, so der Coach. Hier noch mit der richtigen Balance hadernd, zeigten die Klosterer dann nach der Pause ihre ganz Finesse und Spielkunst, als sie dem nun hoffnungslos unterlegenen Kontrahenten die Grenzen aufzeigten. „Wir wollen gegen Neumarkt unseren Lauf unbedingt fortsetzen, wenn wir aber so spielen, wie in der ersten Halbzeit in Vach, dann werden wir eine böse Überraschung erleben“, mahnt Kapitän Marco Janz unbedingte Konzentration an. Dies umso mehr, als eine Niederlage im prestigeträchtigen Derby der derzeit guten Stimmung im Kloster einen erheblichen Dämpfer verleihen würde. Neben diesem psychologischen Faktor wären mit dem dann möglichen Abrutschen in die Relegationszone auch die sportlichen Sorgen plötzlich wieder höchst akut.
Personell ist beim SVS jedenfalls fast alles im Lot, kann Baumgart doch mit Ausnahme des verletzten Tobias Kramer aus dem Vollen schöpfen. Die Entscheidung, ob er seinen in Vach so erfolgreichen Schachzug wiederholt, und den dreifachen Torschützen David Ekern wieder auf dem linken Flügel wirbeln lässt, will sich der Coach bis zuletzt offen halten.